Zehntscheuer

Eine Leiche im Neckar und Korruption in Afrika


Das Autoren-Duo Wolfgang Burger und Hilde Artmeier las in der Zehntscheuer

Mit seiner Krimi-Reihe um den Kriminalhauptkommissar Alexander Gerlach taucht Wolfgang Burger regelmäßig auf den Bestsellerlisten des Magazins "Spiegel" auf. Längst hat sich der studierte Ingenieur, der viele Jahre am KIT in Karlsruhe tätig war, einen große Fan-Gemeinde geschaffen, die Jahr um Jahr auf einen neuen Krimi aus Heidelberg wartet, wo Burgers fiktiver Held Gerlach ermittelt. Burgers Werke sind gelungene Mischungen aus soliden Kriminalfällen, ein wenig Lokalkolorit und viel Charme, denn Gerlachs Privatleben samt pubertierender Zwillingstöchter und kapriziöser Geliebter bietet viel zum Schmunzeln. Nun war der erfolgreiche Krimi-Autor in der Zehntscheuer in Linkenheim-Hochstetten zu Gast, wo er aus seinem neuesten Werk "Wen der Tod betrügt" las.

Vor nahezu ausverkauftem Haus servierte Bürger seinem Publikum spannende wie humorvolle Appetithäppchen aus seinem Buch und verlockte viele Besucher zum Kauf des Werks, in dessen Mittelpunkt die Ermordung einer erfolgreichen Geschäftsfrau steht, deren Leiche im Neckar gefunden wird. Zum Glück war die Buchhandlung "Krissel" aus Eggenstein-Leopoldshafen mit einem Büchertisch vertreten, sodass sich neugierige Bücherwürmer sofort mit Burgers jüngstem Werk - und auch älteren Büchern aus seiner Feder - eindecken konnten. In den Lesepausen sorgte Peter Nagel am Saxophon für stimmige, akzentuierte Musik, die für wunderbare Atmosphäre sorgte.

Im zweiten Teil des Abends kam das Publikum in den Genuss eines ganz besonderen Ereignisses: Einer Premieren-Lesung. Gemeinsam mit seiner Frau Hilde Artmeier hat Wolfgang Burger nämlich einen Thriller geschrieben, der just am 1. Februar in den Buchhandel kam. So wurde das Publikum in der Zehntscheuer Zeuge der allerersten Lesung aus "Gleißender Tod". Der Thriller ist in Nigeria verortet und handelt von Korruption und dunklen Machenschaften. Die Entstehung des Buches sei für beide eine Herzenssache gewesen, erklärten die beiden Autoren, wenngleich es auch ein Experiment gewesen sei. "Wenn man erstmals miteinander an demselben Buch arbeitet, dann ist das schon ein bisschen abenteuerlich", räumten Burger und Artmeier ein. Sie auch für die Lesung aus dem Thriller eine Bilder-Präsentation vorbereitet hatten, die die Lesepassagen mit Fotografien eindrücklich illustrierte. So hatte das Publikum keine Mühe, den Sprung vom beschaulichen Heidelberg ins tiefste Afrika zu schaffen, und sich thematisch auf den neuen Plot einzustellen. Natürlich fand auch "Gleißender Tod" im Anschluss an die Veranstaltung guten Absatz und die beiden Autoren zeigten sich glücklich mit ihrer Premieren-Lesung - ebenso wie mit der schönen Atmosphäre in der Zehntscheuer (mit dem perfekten Angebot des Serviceteams) und dem aufmerksamen Publikum. 



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