Zehntscheuer

Vielleicht wird alles vielleichter

Eine Frau spielt sich um Kopf und Fragen

Die Kölner Kabarettistin Eva Eiselt beeindruckte am Nikolaustag in der Zehntscheuer ihr Publikum mit pfiffigem Wortwitz, kreativen Gedankengängen und einer erstaunlichen Wandlungsfähigkeit. Gekonnt parlierte sie mal in der Rolle der biederen Schwäbin und gab im nächsten Moment schon wieder einen von der Abholzung bedrohten Baum. Das klingt verwirrend? Ist es nicht, denn schnell wurde klar, dass Eiselts Programm "Vielleicht wird alles vielleichter" ganz und gar logisch aufgebaut ist und man einfach sehr genau hinhören muss, um manch versteckte Pointe herauszuhören. Definitiv war der Abend angenehm frei von Schenkelklopfern von plumpem Humor und erforderte mitunter hohe Konzentration. Beim Publikum kam das anspruchsvolle und stellenweise provokante Programm prima an - nach einer kurzen Gewöhnungsphase, wie manche Gäste einräumten. "Das ist mal echt etwas anderes und diese Frau ist richtig gut", sagte eine Dame in der Pause. "Kabarett darf ruhig auch mal die Komfortzone verlassen." Natürlich gehört die Pause mit dem schon legendären Schmalzbrotangebot zu einer rundum gelungenen Veranstaltung; da lässt sich auch prima über das schon Gehörte „schwätze“.

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