Zehntscheuer

Das war ein Lachknaller..

Letzten Freitag in der vollbesetzten Zehntscheuer. Michel Link, ein schwäbischer Comedy-Künstler mit Migrationshintergrund (seine Mutter ist aus Hamburg) ist als schwäbische Schwertgosch zu Gast gewesen. Er brachte das Publikum schon direkt am Anfang mit der spannenden Geschichte über seinen Erwerb des Seepferdchenabzeichens zu heftigen Lachschüben. Als Mann mit 4 weiblichen Familienangehörigen erlebt er täglich, wie die häusliche Demokratie zur Farce wird. Aber auch weltumspannende Themen wie z.B. die starke Sonnenaffinität der Engländer, die Sinnsuche der Männer ab 50 (selbstradelnde Wurstpellen), oder die Weisheit, das dumm sein eigentlich nur Pech beim Denken ist, wurden uns plastisch kredenzt.

Der Linkmichel beschreibt mit großer Wortwahl und toller Körpersprache Elternabende, deren Teilnehmer oft mit negativem IQ kämpfen und auch die Nordlichter, die unbedingt Heu mähen wollen. Der Nachbarschaftsdisput um den zu früh bestückten Altglascontainer eskaliert dann so traumhaft, dass es das Publikum fast ins „Lachkoma“ treibt.

Die Töchter, die gerade mal wieder umziehen, erfordern den Vater mit einem Waschmaschinentransport in den 4ten Stock (ohne Aufzug); da fühlt man mit, auch wenn‘s noch so humorvoll beschrieben wird.

Zwischenmenschliches zeigte sich dann auch in der Szene, worin die die ja in Kürze wieder ausbrechende Krankheit der vorweihnachtlichen „Dekomanie“ (extensives Dekorieren des heimatlichen Umfeldes) geschildert wurde. Dabei kam die männliche Freude an der Erfindung der Flachbildschirme wunderbar raus; man kann auf den Dingern nämlich nix dekorieren.

Der Mann kann seine Zuschauer fesseln; ohne besondere Bühnenshow, aber mit der gewaltigen Kraft seine Worte und Gesten. Ein Abend, der die Lebensfreude durch viel entspanntes Lachen wunderbar vergrößerte. Dazu tragen ja auch immer das besondere Ambiente des Hauses und der prima Service (u.a. Schmalzbrote) bei.

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