Zehntscheuer

Der Typ ist so heimelig wie einst Hanni & Nanni

So beschreiben andere den Kabarettisten und Musiker Arnim Töpel.

Das war aber auch heimelig, letzten Freitag in der vollbesetzten Zehntscheuer: Der Walldorfer Töpel nahm das Publikum mit in eine sehr unterhaltsame, lustige und manchmal auch nachdenkliche, kurpfälzische Welt. Wir lernten das Männerwelt eine Singlewelt ist und uns babisch Gutzle ja eigentlich wurschtegal sein können. Der badische Kommissar Günder (Der Tchief) kämpfte mit einem nicht kurpfälzisch verstehenden Smartphone was auch die Begriffe „dange“ und tanken / „donge“ nicht verarbeiten konnte. Klar das der logische Schluss die Forderung nach einem Navi war, welches sich an den Sprachgrenzen automatisch auf den örtlichen Dialekt umstellt.

Überhaupt Sprache; das ist Arnim Töpels Ding. Der Mann kommt vom Radio und kann dem Zuhörer ganze Welten, Schicksale und Gefühle mit der Kraft der Worte plastisch schildern.

Die in den Texten eingebauten Lieder (Zweisprachig -Hochdeutsch und Badisch), gespielt mit Piano, riesigem Bass (mit einem Handschuh) und Gesichtsklopfrhythmus (das geht wirklich) spannten einen Bogen vom Liebeslied zum badischen Sehnsuchtssong; und alles mit Melodien, die man schon seit den 70er und 80er Jahren im Ohr hat.

Das Programm hieß „Nur für kurze Zeit / alles geloffe“, und den Zuschauern in der gemütlichen Zehntscheuer war die Zeit nach über zwei Stunden Programm und reichlich Zugaben immer noch zu kurz. Aber beim nach Hause gehen dachte bestimmt jeder: “Alles geloffe, ala guuut“. Denn alles ist ja nur für „kurze Zeit“.



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