8. März 2019

Das Schweigen der Limmer

Andrea Limmer gastiert am 8. März 2019 in der Zehntscheuer. „Das Schweigen der Limmer“ verspricht Psycho-Logik in Gaudi und Gesang Alle elf Sekunden verliert sich jemand beim Barshippen, führt das Navi einen an der Nase herum, bedankt die Bahn sich für unser Verständnis und fragt Tinder: „Zum Mitnehmen oder Abwinken?“ Diese Flut von Blablabla und Blödsinn verwandelt immer mehr Menschen in neurotische Elendshäufchen. Sie googlen sich selbst, statt in den Spiegel zu schauen, und kriechen auf die IKEA-Couch eines Therapeuten, um sich das Glück verschreiben zu lassen.

Und eben weil Andrea Limmer davon genug hat, hat sie jetzt die ultimative Lösung gefunden, um mit all dem Schwachsinn fertig zu werden: sie schweigt. Denn leider gibt es ja keinen mentalen Türsteher, der all die Facebook-Posts oder Katzenvideos einfach nicht ins Hirn lässt. Darum hockt die „Limmerin“ aus Niederbayern jetzt mitsamt ihrer Ukulele „Karla“ verstockt und verstummt hinter dem Ofen.

„Nur für ihr Publikum in Linkenheim-Hochstetten“ bricht sie am 8. März um 19 Uhr in der Zehntscheuer ihr Schweigen. Charmant und hintersinnig plaudert Andrea Limmer über die großen Geschehnisse der Zeit, die sich wie immer auch ganz alltagstauglich in ihrem eigenen sozialen Bermuda-Dreieck abspielen. Mit gewohnt großer Spielfreude schlüpft sie in ihre skurrilen Figuren. Und freilich präsentiert die junge Volkssängerin stimmgewaltig neue Lieder über ba(h)nale Entgleisungen, die emotionale Standortbestimmung oder den globalen Diplom-Studiengang „Volldepp“.

Das wird wieder ein gemütlicher Abend in der Zehntscheuer; natürlich mit dem berühmten Spezial Catering und Leitung von Hella Göbel

Tickets für die Veranstaltung sind zum Preis von 15,- Euro erhältlich bei Schreibwaren Geigle, Karlsruher Straße 21, 76351 Linkenheim-Hochstetten.

Vorschau auf kommende Termine

08.03.19
Andrea Limmer

Das Schweigen der Limmer

12.04.19
Duo Bellevue

Himbeereis und flotte Käfer

10.05.19
Martin Hermann

Keine Frau sucht Bauer

Beginn jeweils 19 Uhr, wenn nicht anders angegeben. Alle Eintrittskarten sind bei Schreibwaren Geigle erhältlich! (auch als Geschenk eine prima Idee!)
Hinweis: Aus technischen Gründen ist beim Eintrittskartenkauf KEINE Kartenzahlung möglich

Jetzt erhältlich:


Ortsfamilienbuch Linkenheim

Nach mehr als sieben Jahren Arbeit haben Kurt Joß und Manfred Becker ein umfassendes Nachschlagewerk über die Linkenheimer Familien erstellt.

Auf über 1200 Seiten sind die Eintragungen der Kirchenbücher ab 1591 und der Standesamtsbücher ab 1870 ausgewertet und werden von der Gemeinde als Buch herausgegeben.

Herkunft, Verwandtschaften innerhalb des Ortes wie auch nach anderen Ortschaften, vor allem nach Hochstetten, können darin nachgeschlagen und zur Erstellung eines Stammbaumes verwendet werden.

Hier finden Sie eine Galerie mit Bildern von der Buchvorstellung

Das Buch hat 1270 Seiten und kostet 30,- Euro. Es ist im Bürgerbüro erhältlich.


Zehntscheuern in unseren Dörfern

Nur wenige sind im Landkreis noch erhalten. Sie sind Symbole für eine jahrhundertelange Abhängigkeit und Untertanenschaft der Bewohner. Die Zehntscheuer in Linkenheim wurde 1730 errichtet, 1809 erweitert und war bis 1837 in bestimmungsgemäßem Betrieb. Unter Großherzog Leopold wurde in diesem Jahr die Zehntpflicht abgelöst und die Zehntscheuer verlor ihre ursprüngliche Bedeutung. Sie war in der Folgezeit abwechselnd in Gemeinde- und Privatbesitz. Heute ist der ältere Teil, Karlsruher Straße 8, in Privatbesitz, der Erweiterungsteil, Karlsruher Straße 6, ist wieder im Besitz der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten.

In Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Freundeskreis Heimatgeschichte Linkenheim-Hochstetten entand von 2005 bis 2012 ein "Haus der Gemeinde" = das Heimathaus Zehtscheuer.

Auch im Ortsteil Hochstetten gab es eine Zehntscheuer. Sie wurde 1777 erbaut und war bis 1840 in Betrieb. Danach wurde sie von der Gemeinde und der evangelischen Kirchengemeinde genutzt bis zu ihrem Abbruch im Jahr 1900. An der Stelle, wo die Zehntscheuer einst stand, befindet sich heute das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde.

Manfred König